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Die Auswirkung der LEZ

Warum soll die durch den Straßenverkehr verursachte Luftverschmutzung reduziert werden?

Der Straßenverkehr ist für die Emission von Luftschadstoffen verantwortlich, die die Luftqualität beeinträchtigen. In Brüssel ist der Straßenverkehr die größte Quelle von Emissionen von Stickstoffoxiden (NOx), Feinstaub (PM2.5) und „Black-Carbon“-Partikeln (BC).

Diese Emissionen tragen zur Verschlechterung der Luftqualität bei. So überschreiten die Feinstaub- (PM2.5) und Stickstoffdioxid-Konzentrationen (NO2) in Brüssel die von der Europäischen Union vorgeschriebenen (für NO2) und die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen (für PM2.5) Grenzwerte, was zu gesundheitlichen Problemen für die gesamte Bevölkerung führt.

Die schlechte Luftqualität führt zu vorzeitigem Tod und schwerwiegenden Gesundheitsproblemen (Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen usw.) und betrifft insbesondere die am stärksten gefährdeten Personen wie Kinder und ältere Menschen. Aus dem jüngsten Bericht der Europäischen Umweltagentur geht hervor, dass im Jahr 2015 7.400 vorzeitige Todesfälle auf Feinstaubbelastung, 1.500 vorzeitige Todesfälle auf Stickstoffdioxidbelastung und 220 vorzeitige Todesfälle auf Ozonbelastung zurückzuführen waren. 

Wie wird sich die LEZ auf die Luftqualität auswirken?

Durch ein schrittweises Einfuhrverbot in die Region Brüssel-Hauptstadt für die am stärksten verschmutzenden Fahrzeuge trägt die LEZ zur Senkung der Schadstoffemissionen durch den Straßenverkehr bei.

Die ersten Ergebnisse der LEZ sind ermutigend. In unter sechs Monaten wurde die Anzahl der ältesten Dieselfahrzeuge im Straßenverkehr stark reduziert und auch die von den sich im Verkehr befindlichen Fahrzeugen ausgestoßenen Mengen von NOx und PM2.5 wurden gesenkt. Diese Ergebnisse sind im Bewertungsbericht 2018 aufgeführt.

Auf mittelfristige Sicht wird erwartet, dass sich durch die LEZ die Luftqualität im gesamten Gebiet verbessert. Bruxelles Environnement erwartet, dass zwischen 2020 und 2025 an allen Messstationen der Region die Luftqualitätsauflagen in Hinblick auf NO2 erfüllt werden, wie in der Studie über die erwarteten Auswirkungen der LEZ erklärt wird. Diese Verbesserung wird die Lebensqualität und die Gesundheit aller Menschen in Brüssel verbessern.

Warum gelten die Beschränkungen für die ältesten Fahrzeuge?

Die ältesten Fahrzeuge stoßen im Durchschnitt mehr gesundheitsschädliche Schadstoffe (Stickstoffoxide, Schadstoffe usw.) aus als neue Fahrzeuge. Daher wird der Zugang zur LEZ auf Grundlage des Fahrzeugalters beschränkt.

Warum sind die Beschränkungen für Dieselfahrzeuge strenger?

Dieselfahrzeuge stoßen im Durchschnitt mehr Schadstoffe (insbesondere Stickstoffoxide) aus als Benzinfahrzeuge. Die Abgase von Dieselmotoren werden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgrund ihres Beitrags zu einem höheren Lungenkrebsrisiko als „krebserregend für den Menschen“ eingestuft. Aus diesem Grund gelten die Beschränkungen vorrangig für Dieselfahrzeuge.

Hilft die LEZ, die globale Erwärmung zu verhindern?

Es muss zwischen Treibhausgasemissionen wie CO2, die zur globalen Erwärmung des Planeten beitragen, und Luftschadstoffemissionen wie Feinstaub, Stickstoffoxide oder Ozon, welche der menschlichen Gesundheit schaden, unterschieden werden. Ziel der LEZ ist es, Emissionen von Feinstaub, Stickstoffoxiden und anderen Schadstoffen, die sich negativ auf unsere Gesundheit auswirken, zu reduzieren. Zur Bekämpfung von Treibhausgasen ergreift die Region Brüssel weitere Maßnahmen, beispielsweise Zulagen zur Isolierung von Wohnungen.

Wenn Personen sich dafür entscheiden, sich in Brüssel anders als mit dem eigenen Auto fortzubewegen (zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, über Car-Sharing), werden auch die CO2-Emissionen gesenkt. Bei der Fortbewegung auf das eigene Auto zu verzichten ist ein wirksames Mittel, um die Luftqualität zu verbessern und gleichzeitig den Klimawandel zu bekämpfen.

Welche weiteren Maßnahmen ergreift die Region zur Verbesserung der Luftqualität?

Die Regierung der Region Brüssel-Hauptstadt handelt in einer Reihe von Tätigkeitsbereichen, die Luftschadstoffe ausstoßen. Daher wurde am 2. Juni 2016 ein „Plan Air Climat Energie“ verabschiedet.

Neben der Einführung der LEZ sieht er Maßnahmen zur Energieeffizienz von Gebäuden, zur verbesserten Überwachung der Luftqualität, zur Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen sowie Maßnahmen in den Bereichen Wirtschaft, Verbrauchsverhalten und Produktnutzung vor.